Wo wir Leben aus uns gemacht haben,
sind wir im Raum des Herzschlages,
der aus dem Himmel pocht.

(© Beat Jan)

Sprüche Mensch-en

aphorismen, kurze zitate, prosaminiaturen, gedichte zum thema mensch-en, enttäuschung, verständnis, kraft, respekt, liebe, leben uvm.

Wertschätzen

Im Wertschätzen bewahren wir
und was wir bewahren ist Wert
geschätzt zu werden.

(© M.B. Hermann)

Es ist ganz merkwürdig, wie stark die Menschen im Verfehlen des Richtigen und des Nächstliegenden sind.

(Egon Friedell, 1878-1938)

Finden

Wo wir uns verfehlen,
können wir uns finden.

(© Monika Minder)

Es ist in jedem Menschen eine Kraft gleich der des Dampfes, und wer diese zu finden und zu gebrauchen versteht, kann mehr vollbringen, als tausend andere vereinte Menschen.

(Carl Ludwig Börne, 1786-1837)

Beeinflussen

Je mehr man sich mit Dingen befasst,
die man nicht beeinflussen kann,
desto mehr lässt man jene ausser Acht,
auf die man Einfluss hat... und desto
ohnmächtiger fühlt man sich.

(© Michael Depner, Wuppertal)

Text mit freundlicher Genehmigung hier veröffentlicht.

Ohne die anderen kann ich mich nicht finden. Ohne sie zu verlassen, verliere ich mich.

(© Michael Depner, Wuppertal)

Zuversicht

Zuversicht, wo wir in
der Sprache der Natur
unsere Talente wie
Zweige entfalten.

(© Monika Minder)

Es sind nicht immer die Lauten stark, nur weil sie lautstark sind. Es gibt so viele, denen das Leben ganz leise viel echter gelingt.

(© Konstantin Wecker, 1947; mit freundlicher Genehmigung)

Erster Schritt

Vieles begann mit einem ersten Schritt
durch Raum und Zeit, vielleicht nur durch
einen Traum, der dir die Strasse zeigt
auf der du schon lange gehst.

(© Jo M. Wysser)

… dennoch glaube ich ewig und allgemein an das Menschenherz und gehe jetzt in diesem Glauben meine bodenlose Strasse, wie wenn sie ein römisch gepflasterter Weg wäre.

(Johann Heinrich Pestalozzi, 1746-1827)

Streben

Im Streben nach ewigem Wachstum
verraten wir unsere innere Frucht,
die nie abfallen kann.

(© Monika Minder)

Frag nicht, was das Leben dir gibt, frag, was du gibst.

(Alfred Adler, 1870-1937)

Kleine Dinge

Wo kleine Dinge zu grossen Wundern werden, fehlt jeglicher Prunk.

(© Jo M. Wysser)

Gräser in gelbgrün

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Bild-Text:

Manche Leute schreiben minutiös über Details, an denen sie achtlos vorübergehen, über das Meer, dessen Tiefe sie nicht kennen und über Jahre, die noch nicht gelebt sind.

(© Monika Minder)

Menschlichkeit

Nur wenig von der vielen Grausamkeit, die von Menschen geübt wird, kommt wirklich auf Kosten grausamer Triebe. Das meiste davon fliesst aus übernommener Gewohnheit und aus Gedankenlosigkeit. Die Grausamkeit hat also keine sehr festen, aber weit verzweigte Wurzeln. Darum macht es so viel Mühe, sie auszurotten. Aber die Zeit muss kommen, wo die von Gewöhnung und Gedankenlosigkeit geschützte Nichtmenschlichkeit der vom Denken verfochtenen Menschlichkeit erliegen wird. Arbeiten wir daran, dass sie kommt.

(© Albert Schweitzer 1875-1965, elsässischer Arzt, Theologe, Philosoph)

Für Dich

Blumen öffnen sich
mit herzlichem Duft
zerstäuben
schönste Worte
nur für dich.

(© Jo M. Wysser)

Wenn das Bewusstsein der menschlichen Seele nichts Unangenehmes und nichts Böses im Menschen spürt, öffnet sich auch das Herz dieses Menschen der Freude, so wie sich die Blumen der Sonnenwärme öffnen.

(Hildegard von Bingen, 1098-1179)

Nennen es Leben

Wir bauen an dir und nennen es Leben.
Lass unsere Sehnsucht ruhen,
solange wir nichts lernen.

(© Monika Minder)

Man soll nicht bloss handeln, sondern es auch mit der Zuversicht tun, als hänge der Erfolg lediglich von einem selbst ab.

(Wilhelm von Humboldt, 1767-1835)

Bemühen

Nicht müde werden und uns bemühen die sensibleren Menschen anzuhören, sie ernst zu nehmen und einzubeziehen in Produktionen, Herstellungen und allem, was das menschliche Zusammensein betrifft. Denn sie sind gleichermassen Teil der Evolution wie alle anderen auch.

(© Jo M. Wysser)

Geld ist das Barometer der Moral einer Gesellschaft. Wenn Sie sehen, dass Geschäfte nicht mehr freiwillig abgeschlossen werden, sondern unter Zwang, dass man, um produzieren zu können, die Genehmigung von Leuten braucht, die nichts produzieren, daß das Geld denen zufliesst, die nicht mit Gütern, sondern mit Vergünstigungen handeln, dass Menschen durch Bestechung und Beziehungen reich werden, nicht durch Arbeit, dass die Gesetze Sie nicht vor diesen Leuten schützen, sondern diese Leute vor Ihnen, dass Korruption belohnt und Ehrlichkeit bestraft wird, dann wissen Sie, dass Ihre Gesellschaft vor dem Untergang steht.

(© Ayn Rand, 1905-1982)

Bleibt eine Spur

Von jedem, der dir durch das Leben schritt,
Bleibt eine Spur in deiner Seele hangen;
So bringst du im Gewand ein Stäubchen mit
Von jedem Wege, den du bist gegangen.

(A. Zink, 18./19. Jh., deutscher Dichter)

> mehr Gedichte von und über Menschen

Wenn die Zeit leer wird

Wenn die Zeit leer wird,
das Wort fehlt,
in einer unbegreiflichen Welt -
wo wir zerbrechlich sind.

(© Monika Minder)

Ach, wie ist der Mensch zerbrechlich, ach, wie flüchtig unaussprechlich eilt die Zeit, und nimmt ihn mit.

(Friedrich Rückert, 1788-1866)

Zusammen sein

Aber letzten Endes fasst sich,
jedenfalls für mich,
die Welt doch zusammen
in ein paar Menschen,
die man sehen und mit denen
man zusammen sein möchte.

(Dietrich Bonhoeffer 1906-1945, deutscher Theologe)

Kannst du noch staunen an den Bäumen, den Blumen und den Wolken? Dich wundern und verwunden lassen? "Sich empören" ist auch altmodisch geworden, wie alles Lebendige.

(© Monika Minder)

Offenheit

Wo wir ganz offen sind,
sind wir stark.

(© M.B. Hermann)

> Aphorismen über den Mensch-en

Paradies

Der Mensch hat vergessen,
dass die Natur sein Paradies ist.

(© Monika Minder)

In jedem Geschöpf der Natur lebt das Wunderbare.

(Aristoteles, 384-322 v.Chr.)

Im Garten

Im Garten bist du der Wirklichkeit näher.

(© Jo M. Wysser)

Zweige im Himmel

© Bild Monika Minder, darf für privat (Karten, Mails) gratis verwendet werden.

Bild-Text:

Loslassen lebt von Liebe nicht von Groll.

(© Monika Minder)

Gute Freunde

Wirklich gute Freunde sind Menschen, die uns ganz genau kennen, und trotzdem zu uns halten.

(Marie von Ebner-Eschenbach 1830-1916, österr. Schriftstelerin)

Menschen zu finden, die mit uns fühlen und empfinden, ist wohl das schönste Glück auf Erden.

(Carl Splitter, 1845-1924)

Probleme lösen

Das Lösen von Problemen setzt sich als Wahrheit in den beflügelten Kern, auf den wir immer zurückgreifen können.

(© Monika Minder)

Wie nahe liegt in unserm Leben, wie auf den Alpen, unser Sommer neben unserm Winter; wie klein ist der Schritt aus unsern Blumengärten in unsere Eisfelder!

(Jean Paul, 1763-1825)

Nicht umsonst

O ja, ich will nicht umsonst gelebt haben wie die meisten Menschen. Ich will den Menschen, die um mich herum leben und mich doch nicht kennen, Freude und Nutzen bringen. Ich will fortleben, auch nach meinem Tod.

(Anne Frank 1929-1949, aus dem Tagebuch des jüdischen deutschen Mädchens)

Am meisten ahnen wir Glück, wo es nicht anwesend ist.

(© Monika Minder)

Sorge dich

Sorge Dich nicht um das, was kommen mag, weine nicht um das, was vergeht; aber sorge, Dich nicht selbst zu verlieren, und weine, wenn Du dahintreibst im Strome der Zeit, ohne den Himmel in Dir zu tragen.

(Friedrich Schleiermacher 1768-1834, deutscher Theologe)

Du brauchst nur zu lieben, und alles ist Freude.

(Leo Tolstoi, 1828-1910)

Geduld

Möge der Winter uns
das Schwerste lernen:
Die Geduld.

(© Monika Minder)

Dafür ist man auf der Welt, um sich vertragen zu lernen, ein am andern Geduld zu üben und so sich gegenseitig zu bessern.

(Jeremias Gotthelf, 1797-1854)

Normalität

Die Normalität ist eine gepflasterte Strasse; man kann gut darauf gehen - doch es wachsen keine Blumen auf ihr.

(Vincent van Gogh 1853-1890, niederländischer Maler)

Normen sind Bremsen.

(© Monika Minder)

Reichtum ist nicht alles

Reichtum, Ansehen, alles kann man verlieren, aber das Glück im eigenen Herzen kann nur verschleiert werden und wird dich, solange du lebst, immer wieder glücklich machen.

(Anne Frank 1929-1949, aus dem Tagebuch des jüdischen deutschen Mädchens.)

Grashalm mit Tropfen

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Bild-Text:

Wo wir uns wieder finden müssen, in einer Welt, wo wir auf Egoismus gesät haben.

(© Monika Minder)

Wie selig irrt

Wie selig irrt der Mensch,
der seinen Irrtum kennt
und sieht, wie hell aus ihm
das Licht der Wahrheit brennt.

(Daniel Czepko und Reigersfeld 1605-1660, deutscher Dichter, Dramatiker)

Wer nur dem Erfolg nachrennt, hat bereits einiges an Menschlichkeit verloren.

(© Monika Minder)

Menschen werden

Ach, und wie würden
die Menschen nicht –
Menschen werden,
Menschen, die man
lieben müsste,
wenn sie Einzelne
vor Gott würden.

(Sören Kiergegaard 1813-1855, dänischer Philosoph)

Es ist nie zu spät, so zu sein, wie man es gerne gewesen wäre.

(George Eliot, 1819-1880)

Glück sammeln

Glück sammeln,
wo wir fliessen,
weil nichts
beständig ist.

(© Monika Minder)

Das höchste Glück des Menschen ist die Befreiung von der Furcht, also vom Zweck.

(Walther Rathenau, 1867-1922)

Gedankenlos

Wie gedankenlos wir Menschen in der Bildung und Anwendung von Begriffen und Worten sind! Man spricht z.B. von Ruhe; aber durchforsche die ganze sichtbare und unsichtbare Welt, und bringe mir dann ein einziges Beispiel, welches beweist, dass es Ruhe giebt.

(Max Dauthendey 1867-1918, deutscher Dichter, Maler)

Um zu blühen und zu fruchten, muss man wurzeln, aber nicht, um ins Kraut zu schiessen.

(Clemens von Brentano, 1778-1842)

Städter

Dicht wie Löcher eines Siebes stehn
Fenster beieinander, drängend fassen
Häuser sich so dicht an, dass die Strassen
Grau geschwollen wie Gewürgte stehn.

Ineinander dicht hineingehakt
Sitzen in den Trams die zwei Fassaden
Leute, wo die Blicke eng ausladen
Und Begierde ineinander ragt.

Unsre Wände sind so dünn wie Haut,
Dass ein jeder teilnimmt, wenn ich weine.
Flüstern dringt hinüber wie Gegröhle:

Und wie stumm in abgeschlossner Höhle
Unberührt und ungeschaut
Steht doch jeder fern und fühlt: alleine.

(Alfred Wolfenstein 1883-1945, deutscher expressionistischer Lyriker, Dramatiker)

Abhängig

Je weniger wir uns abhängig machen von der Hoffnung auf Erfolge, um so mehr werden wir uns auf den Wert und das Richtigsein unserer Arbeit konzentrieren.

(© Thomas Merton, 1915-1968, christlicher Mystiker)

> mehr Gedichte über den Menschen

Bekannte und klassische Sprüche über Menschen

Höchste Glück

Das höchste Glück des Menschen ist die Befreiung von der Furcht, also vom Zweck.

(Walther Rathenau 1867-1922, deutscher Schriftsteller)

Weise

Ein Mensch ist weise, solange er auf der Suche nach Weisheit bleibt.

(Oliver Goldsmith 1728 - 1774, irischer Erzähler)

Befreiung der Menschheit

Es gibt keine Befreiung der Menschheit ohne die soziale Unabhängigkeit und Gleichstellung der Geschlechter.

(August Bebel 1840-1913, deutscher Politiker)

Mein Leben war schön

Mein Leben war schön, weil es wesentlich erfolgreiche Mühe und nützliche Arbeit war.

(Werner von Siemens 1816-1892, deutscher Erfinder)

Der Mensch

Ein Kind sucht Kindern oft den Apfel abzustreiten, weil schon die Kinder Menschen sind: Auch der erwachsne Mensch ficht oft um Kleinigkeiten, Ist trostlos im Verlust, und prahlt, wann er gewinnt. Warum? Der Mensch bleibt noch ein Kind.

(Friedrich von Hagedorn 1708-1754, deutscher Dichter)

Beurteilen

Beurteile einen Menschen lieber nach seinen Handlungen als nach seinen Worten, denn viele handeln schlecht und sprechen vortrefflich.

(Matthias Claudius 1740-1815, deutscher Dichter)

Darstellen

… so ist mir klar geworden, dass jeder Mensch auf eigene Art die Menschheit darstellen soll.

(Friedrich Schleiermacher 1768-1834, deutscher Theologe)

Freude

Der Mensch ist für die Freude geboren.

(Blaise Pascal 1623-1662, französischer Philosoph)

Entmutigter Mensch

Neurose und Psychose sind die Ausdrucksformen entmutigter Menschen.

(Alfrd Adler 1870-1937, österr. Mediziner)

Das Gute

Naturnotwendig will der Mensch das Gute.

(Thomas von Aquin 1225-1274 ital. Philosoph)

Leben ist eine Reise

Des Menschen Leben ist eine Reise, eine Reise, die vollendet werden muss, wie schlecht die Strassen und Einrichtungen auch sind.

(Oliver Goldsmith 1728 - 1774, irischer Erzähler)

Gemeinschaftsgefühl

Gemeinschaftsgefühl ist, »mit den Augen eines anderen zu sehen, mit den Ohren eines anderen zu hören, mit dem Herzen eines anderen zu fühlen.

(Alfrd Adler 1870-1937, österr. Mediziner)

Fantasie

Die Fantasie aber ist das eigentlich Individuelle und Besondere eines Jeden.

(Friedrich Schleiermacher 1768-1834, deutscher Theologe)

> mehr Aphorismen

Lebenssprüche

Schöne und poetische Sprüche von und über das Leben. Nachdenkliche, traurige oder witzige Lebenssprüche.

Geburtstagssprüche

Wer etwas mehr als einen banalen Vers sucht, ist hier richtig. Diese poetischen und lyrischen Sprüche haben Tiefgang.

Abschied Gedichte und Sprüche

Einfühlsame Worte zum Abschied, Gedichte und Sprüche für Karten oder einfach so.

Menschen für Menschen

Die Stiftung Menschen für Menschen leistet seit 35 Jahren Hilfe zur Selbstentwicklung in den ländlichen Gebieten Äthiopiens.

Geschenk- und Bücher-Tipps

Impulse der Achtsamkeit - Geschenkbuch

Menschen A2/2: Deutsch als Fremdsprache / Arbeitsbuch mit Audio-CD