Wunder über Wunder, das ganze Jahr über
reisst man sich Sterne aus dem Himmel,
es blüht und welkt im Schönen, im Ringen... .
Was alt schon war, kehrt nicht.

(© Monika Minder)

Gedanken-Blog

gute texte - gedanken - sprüche - lyrik

über den menschen nachdenken heisst, über das leben nachdenken, über die liebe, das miteinander, über gut und böse...

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Sprüche:

Kitschmenschen

Sie sind betroffen, wenn man die Frage, wie es ihnen gehe, nicht todernst meint, sondern als Konvention.

Sie verstehen nicht, dass der Jongleur des Daseins auch angesichts der Grausamkeit des Hoch- und Blutgerichts sein Rad mit Händen und Füßen oder Worten schlägt.

Sie leben im Widerspruch wie die Made im Speck: Fremde Kulturen preisen sie als exotisch und danken heimlich Gott, dass sie in ihrer Wüste oder Strenge nicht leben müssen. Die eigene wird dagegen unter das Fallbeil eines gespenstischen Ideals von Gerechtigkeit gelegt.

Sie nehmen es als persönlichen Affront, wenn wir ob des Elends der Leute in Hinterkaukasien gleichmütig oder gleichgültig bleiben, nicht aus Grausamkeit, sondern aus Lebensklugheit.

Sie meinen, weil sie nun einmal existieren und so sind, wie sie sind, hätte die Welt anders zu sein, als sie ist.

Sie glauben, man müsse dem Verbrecher, auch wenn er durch ärgste Kapitalvergehen sein soziales Leben verwirkt hat, die Chance des Neubeginns schenken. Das eigene Volk dagegen lassen sie täglich über die Zeichen seiner vermeintlich unsühnbaren Verbrechen in eine heillose Zukunft stolpern.

Kunst dulden sie nur als pädagogische Maßnahme – das freie Spiel der Einbildungskraft ist ihnen suspekt und verhasst.

Sie geben vor, mit der Gründung einer neuen Partei, einer neuen Schule, einer neuen Sekte ließe sich die Welt ins Lot bringen. Aber eigentlich wollen sie nur fotografiert werden.

Sie baden mit Vergnügen in dem schmutzig-lauen Wasser, in dem schon andere gebadet haben, sie sagen am liebsten, was andere schon tausendmal gesagt haben, und verkünden als ihre unerhörte Wahrheit, was in den Massenblättern auf der Titelseite steht.

Sie missverstehen als genial, womit gerissene Scharlatane um Aufmerksamkeit buhlen, sie verkitschen als Größe, was Marketender des Abnormen zur Abweichung von der schlichten Wahrheit des Lebens an mutwilliger Verzerrung einsetzen: grüne Socken zum gelben Sakko zu tragen, Negerinnen ins Dirndl zu stecken, dem Papst eine Schlafmütze aufzusetzen.

Die letzte Stufe der Verkitschung ist das Gegenbild der ausgebleichten Formen der Verleugnung durch Überzuckerung und Verhüllung: das böswillige Herabziehen der Masken, die Verhässlichung des Daseins durch Verkotung aller Sinnes- und Horizontöffnungen, die Verhöhnung von Feinheit und Eleganz durch Aufweis innerer Fäulnis und Verlogenheit.

Sie können das Wort, den Menschen, das Leben nicht stehen lassen. Immer ist etwas nicht genug, da fehlt noch ein Schnörkel, hier ein Kommentar und am guten Schluss das dicke Fragezeichen.

(© Dr. Detlev Wilhelm Klee, Frankfurt am Main)

Artikel hier veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von Dr. Detlev Wilhelm Klee. Quelle: www.luxautumnalis.de

Ausflüge

Als Kind, das war in den 60ern, haben die Eltern mit uns oft Ausflüge gemacht. Natürlich nur am Sonntag. Das war schon was. Im Sommer gings an den See zum Baden und Picknicken, oder man lief auf den nächsten Hügel und grillierte am Waldrand. Im Winter wurde Ski gefahren. Teils noch selber hochgetrampt, Pisten selber zubereitet.

Das war spannend. Wer hat die schönste Piste getreten, wer war zuerst oben, wer hat die beste Chance gebaut, und wer konnte am Weitesten springen.

Ging es an den See, waren die Fahrten für uns Kinder immer etwas zu lang. Obwohl wir uns mit Karten spielen und Gegend gucken die Zeit vertreiben konnten. So neumodische, also digitale Spiele, gab es natürlich noch nicht.

Wir zählten zum Beispiel alle grünen Fensterläden an den Häusern, alle Kirchen, alle Bäume ... . Sieger war, wer am Ziel die meisten gezählt hatte.

Manchmal machten wir einen Halt an einem Waldrand. Beine vertreten und irgendwer musste mal hinter einen Baum. Wir assen eine Kleinigkeit, meistens ein Sandwich und tranken selbstgemachten Tee. Mutter fotografierte uns.

Endlich am See angekommen, wollten wir Kinder natürlich sofort ins Wasser. Baden und viele Muscheln sammeln. Ganze Säcke voll, und die mussten unbedingt alle mit nach Hause. Zum Ärger von Mutter.

Vater schlief den ganzen Tag irgendwo unter einem Baum. Hauptsache Schatten. Sein einziger freier Tag. Er war Schmied und Sanitär-Heizungsinstallateur. Immer hatte er viel zu tun. Logisch, dass er am Sonntag sehr müde war, und wir Kinder nicht viel von ihm hatten.

Aber gegen Abend kam er in Schwung. Ausgeschlafen und gut gelaunt ging es nach dem Badetag wieder nach Hause. Im Auto summte er alte Schlager und tippte dabei aufs Steuerrad um den Takt zu schlagen. Das war lustig. Und zum x-ten Mal musste er erzählen, wie er Mutter beim Tanzen kennengelernt hatte.

Irgendwo machten wir jeweils Halt und Grillierten eine Cervelat und assen den Rest des Salates, den Mutter eingepackt hatte. Bohnen, Ei, Tomaten. In einem Einmachglas und in leckerer Sauce und dann in der Kühlbox aufbewahrt. Diese tolle Erfindung gab es damals schon.

Meistens waren noch andere Leute dabei. Nachbarn oder Bekannte aus dem Dorf, die per Zufall mit ihren Kindern auch am See waren. Für das Abendessen machten wir einen Platz aus und trafen uns dort zum Grillieren. Für das Feuer durften wir Kinder Zweige sammeln gehen und zusehen beim Einrichten. Und dann natürlich die Wurst anstecken und über das Feuer oder noch besser über die Glut halten.

Das war total spannend. Auch Kartoffeln legten wir ins Feuer und überhaupt, teilten wir sämtliche Ess- und Trinkwaren, die vom Tag übrig geblieben waren, miteinander. Das fand ich besonders schön.

Die älteren plauderten bis weit in die Nacht hinein und wir Kinder schliefen auf der Decke ein.

Auf dem Nachhauseweg machten wir wieder unser Spiel und zählten Sachen. Diesmal Strassenlaternen, Lichter und Schaufenster. Sieger gab es keine mehr. Wir waren eingeschlafen bevor wir zu Hause ankamen.

Aber schön war es wieder.

(© Hanna Schnyders, 8. Aug. 2017)

Wir sind zum Miteinander geschaffen, wie Hände, wie Füsse, wie die untere und die obere Zahnreihe.

(Thomas Jefferson, 1743-1826)

Must have

Es gibt ja Trends, die sind nicht unterzukriegen. Halten über Jahre und gar Jahrzehnte. Wie der Blazer. Oder solche, die jede/r nachmacht, obwohl es einfach Scheisse aussieht. Wie diese Schlitze oder Löcher in den Jeans.

Oder Farben, die kaum jemandem stehen, wie zum Beispiel Altrosa. Wie der Name schon sagt, macht alt. Oder dieses fürchterliche Olivgrün. Wie wenn jeder zeigen müsste, dass er ein bisschen am Krieg mitmischt.

Was wir beim Kauf all dieser Billigkleidung und Billigware tatsächlich tun. Ich sage nur, Einsatz von Chemikalien, Ressourcenklau, Ausbeutung der Arbeiter/innen...

Muss man das wirklich haben? Müssen wir da wirklich mitmachen?

Wieso haben es Ökolabel so schwer? Weil wir alles sofort und billig haben müssen. Weil wir keine Geduld haben, auf etwas hinzusparen. Weil wir zu blöd sind, endlich umzukehren und uns von unserer Egomanie zu befreien ...

Geht uns doch gut, oder!

Wer ein gutes Selbstwertgefühl hat,
braucht vieles nicht.

(© Monika Minder)

Wer sich ständig mit neuen Klamotten, neuen Handys, Autos oder sonstigem Plunder bereichern und vorstellen muss, wird womöglich kein gutes Selbstwertgefühl haben.

Und seien wir doch ehrlich, es wird damit auch nicht besser. Höchstens die Neider werden mehr. Wo wir doch aber geliebt werden wollen.

Vielleicht mal darüber nachdenken, ob wir noch andere Werte zu bieten haben, und wie wir diese in die Welt hinaus tragen könnten.

(© M.B. Hermann, 19. Juni 2017)

Es gibt fünf Eigenschaften, die man als schlecht bezeichnen kann. Unter diesen ist die ärgste: sich selbst als Mittelpunkt zu betrachten. Was heißt das, sich selbst als Mittelpunkt betrachten? Die, die sich selbst als Mittelpunkt ansehen, halten alles, was sie tun, für gut und richtig. Alles, was nicht sie selbst, sondern andere tun, erscheint ihnen tadelnswert.

(Dschuang Dsi, 350- etwa 275 v.Chr.)

> nachhaltige Mode

Fitstore24

Erklärt die blöde Trivialität der Welt, nur auf einem reichhaltigeren Niveau!

(Zenodot von Ephesos, um 284-246 v. Chr)

Trübe Stunde

Im sinkenden Abend,
wenn die Fischer in den Meerhäfen ihre Kähne rüsten,
In der austreibenden Flut,
die braunen Masten zitternd vor dem Wind –
Seele, wirfst du zitternd dich ins Segel,
gierig nach entlegnen Küsten,
Dahin die Wunder deiner Nächte
dir entglitten sind?

Oder bist du so wehrlos
deiner Sterne Zwang verfallen,
Daß dich ein irrer Wille nur ins Ferne,
Uferlose drängt –
Auf wilden Wassern schweifend,
wenn die Stürme sich in deines Schiffes Rippen krallen,
Und Nacht und Wolke
endlos graues Meer und grauen Himmel mengt?

Und wütest du im Dunkel gegen dein Geliebtes
und erwachst mit strömend tiefen Wunden,
Das Auge matt, dein Blut verbrannt
und deiner Sehnsucht Schwingen leer,
Und siehst, mit stierem Blick,
und unbewegt an deines Schicksals Mast gebunden
Den Morgen glanzlos schauern überm Meer?

(Ernst Maria Richard Stadler, 1883-1914, deutscher Schriftsteller, Wegbereiter expressionistischer Lyrik und Übersetzer u.a. französischer Literatur)

Langeweile

Langeweile ist ein bisschen verpönt. Die meisten Menschen mögen sie nicht. Beim kleinsten Anflug dessen wird heute sofort das Smartphone gezogen oder sonstwo herumgedrückt.

Dabei ist Langeweile gar nichts Ungesundes. Oft entstehen gerade aus dieser Phase neue Ideen. Man hat Zeit zu reflektieren und über dies und das nachzudenken. Oder auch nur einfach ein bisschen Sein und die Seele baumeln lassen.

Damit scheint der Mensch ein Problem zu haben. Er mag keine "leere Zeit", keine Leere. Das macht Angst. Langeweile muss aber nicht leer sein. Der eher introvertierte Mensch kann davon Geschichten erzählen. Er weiss diese leere Zeit zu nutzen.

Ich frage mich manchmal, wo sie alle sind, diese introvertierten Menschen. Die Welt braucht sie, gerade heute, wo sich alles nur noch um Äusserlichkeiten dreht. Man hat das Gefühl, die ganze Menschheit mutiere zur Extraversion.

Ein Segen für die Unterhaltungsindrustrie. Sie nimmt dem Menschen so einiges ab. Auch Sinnvolles. Er muss sich kaum mehr über irgendetwas Gedanken machen. Mit einem kleinen Handgriff kann er sich in jegliche Welten katapultieren.

In früheren Zeiten hatten die Menschen genug zu tun, um den ganz normalen Alltag zu bewältigen. Als ich Kind war in den 60er Jahren gab es noch wenig technische Hilfsgeräte. Ein Kochherd, später eine Waschmaschine. Vorher musste Wasser abgekocht werden, damit man zum Waschen heisses hatte. Das stelle man sich mal vor. Vieles wurde von Hand gemacht. Draussen und im Haus. Für Langeweile blieb keine Zeit.

Die Menschen lebten viel mehr mit den Jahreszeiten. Wahrscheinlich auch mehr mit den anderen Menschen.

In Zukunft werden wir nicht mal mehr eine Beziehung mit unserem Auto haben, verschweige denn mit unseren Mitmenschen. Könnte man fast meinen. Seien wir nicht allzu pessimistisch und glauben an Adlers Thesen mit dem Gemeinschaftsgefühl.

Adler geht davon aus, dass jeder Mensch auf das Zusammenleben mit anderen angewiesen ist, dass er mit seiner Charkteristik, seinen Erfahrungen... zur Gemeinschaft beitragen kann. Und sich damit auch zugehörig fühlt.

Es gibt also noch viel zu tun. Lassen wir das Smartphone einfach mal links liegen und wenden uns wieder einmal einem lebendigen realen Menschen zu.

(© Beat Jan, 29. April 2017)

Vergnügen suchen, heisst das nicht, Langeweile zu finden?

(Heinrich Heine, 1797-1856)

Sich holen, was man braucht

Wir leben in einer angepassten Gesellschaft, aber auch in einer aggressiven. Was nicht erstaunt. Wie angepasster, wie mehr braucht es vom Gegenteil.

Die Menschen scheinen, oberflächlich gesehen, happy zu sein. Permanent lächeln sie in irgendwelche Kameras, geben sich mit einer Leichtigkeit der Geschwindigkeit hin und lassen sich A's für U's vormachen ohne mit der Wimper zu zucken.

Ist der Mensch endlich angekommen?

Womöglich am grössten Abgrund seiner Zeit, immer noch sagend: es geht uns doch gut, wir haben ja alles.

Vielleicht sollte man den Menschen einiges wegnehmen, damit sie sehend werden.

"Unsere Gesellschaft ist aufgebaut auf dem Prinzip, das Ziel des Lebens sei die grössere Produktion und die grössere Konsumption. Fortschritt von Wirtschaft und Technik. Nicht der Mensch! Was dem Menschen nützt, das interessiert wenig. Sogar nicht einmal, was dem Menschen schadet, spielt eine Rolle. Viele von unseren Anzeigen und Reklamen preisen Dinge an, die ausgesprochen tödlich, schädlich sind."

(Erich Fromm)

Ach Gottchen, was regen wir uns darüber auf, wir können ja doch nichts tun. Diese Energie kann man sich doch sparen. So resigniert es aus vielerlei Mündern.

Vielleicht müsste man ein bisschen schizophren sein, um dieser Welt noch Paroli bieten zu können.

So wie die Mutter der Kollegin einer Freundin meiner Schwägerin. Sie bezahlt ihre Ware im Supermarkt nur bei ausgewählten Kassiererinnen. Ausgewählt heisst freundlich und sympathisch. Eine Kassiererin, die sich Zeit nimmt für diese Mutter mit den etwas seltsamen Anliegen. Und es ist dieser Mutter egal, wenn sie eine Stunde warten muss bis genau diese Kassiererin da ist.

Wir hingegen lassen uns von kaugummikauenden, stets aufs Smartphone schauenden und gehässigten Kassiererinnen die Waren um die Nase knallen ohne mit der Wimper zu zucken.

Ach, da muss man doch nicht so empflindlich sein, sie hat womöglich einen schlechten Tag. Jeden Tag?

Und wie sieht es auf der Arbeit aus, in der Beziehung, im Training, im Stammlokal.... Wie oft wurden wir versetzt, nicht gehört, nicht ernst genommen, wie oft schikaniert, verletzt, gedemütigt....?

Wieviele Wunden wurden geschlagen, während wir weiter mitmachen und lächeln.

Wir können von dieser Mutter viel lernen. Sie schafft sich eine Situation, die ihr gut tut, auch wenn sie dafür warten muss. Wir können davon ausgehen, dass sie sich auch ausgewählte Sachen kauft, die ihr gut tun. Nicht, was ihr von der Werbung Glück und Liebe verspricht, sondern was sie selber in Erfahrung gebracht hat, was sie glücklich macht.

(© Monika Minder, 23. März 2017)

Was (wozu) ist der Mensch?

Wir denken, also sind wir, der Grundsatz des Philosophen Descartes scheint aktueller denn je. Und weil wir sind, denkend sind, sind wir mit unseren Handlungen eingebettet in das geistige Umfeld unserer Zeit, sagt Jean-Luc Nancy, ein französischer Philosoph.

Weiter meint er: "Man darf nicht mehr fragen: Was ist der Mensch?, sondern muss einfach feststellen: Ja, es gibt den Menschen."

Was uns plausibel erscheint. Wenn es also den Menschen gibt, können wir die Frage nach dem, was er ist, getrost fallen lassen. Denn eigentlich ist er ja noch nichts, sondern wird erst, wie Nietzsche meinte.

Und da gibt es in der Tat noch viel zu werden, eh zu tun. Denn, fragen wir nach Sinn und Zweck, müsste es heissen: Wozu ist der Mensch (da)?

Wir sehen, wozu er in der Lage ist, wozu er fähig ist. Ist er dafür auch gedacht? Oder gehört das einfach mit zum Werdeprozess? So einiges könnte man ja ruhig sein lassen und sich um Sinnvolleres kümmern.

Sicher sind wir uns einig, dass es nicht darum geht, Lastwagen oder Menschen in die Luft zu sprengen, die Natur ständig weiter zu vergewaltigen und in der Technik noch mehr zu erreichen und dabei menschlich zu verkrüppeln.

Wir sollten nicht alle Verantwortung an die Technik oder andere selbstgemachte Götter abgeben. Die Dosis wird das Gift machen.

Nehmen wir das Beispiel des selbstfahrenden Autos

Es könnte viele Unfälle verhindern, wir könnten uns während der Fahrtzeit bereits um Arbeit oder anderes kümmern....

Die Frage ist, ob wir uns immer um etwas kümmern müssen, den Kopf ständig in den digitalen Medien stecken müssen, ständig verbunden sein müssen...

Die Frage ist auch, wieviel Realität nehmen wir damit noch wahr. Sehen wir noch, was links und rechts passiert? Stumpfen wir nicht ab, wenn wir die Verantwortung für Auto und Fahrt nicht mehr selber übernehmen müssen? Wo doch gerade der Weg das Ziel sein kann.

Wir wissen, dass Kindern etwas verloren geht, wenn man sie zur Schule fährt und sie die kleinen und grossen Abenteuer auf dem Weg nicht mehr erfahren können.

Alternativen werden entscheiden

Schön wäre es, wenn es überall Alternativen geben würde, wie wir das seit jeher am Beispiel Lift-Treppe sehen können. Wir können wählen, je nach Stimmung, je nach Gesundheit... .Beides muss möglich sein.

Selber entscheiden, ob wir heute selber fahren oder gefahren werden möchten, ob wir die Fensterscheibe von Hand oder mechanisch rauf- und runterdrehen möchten, ob wir das Auto, die Haustüre ... selber mit dem Schlüssel aufschliessen oder per Knopfdruck aufgeschlossen haben wollen ...

Uns nicht überall zur Bequemlichkeit hin erziehen lassen. Alltägliche Bewegungen sind besser als kein Sport.

Zudem gibt es Menschen, die sich unsicher fühlen, wenn es überall piepst und klickt. Gerade in einem Auto kann ein sensibler Mensch sich schnell eingeschlossen fühlen.

Bei Produktionen und Herstellungen jeglicher Art wäre es wünschenswert, wenn die Veranlagungen der Menschen ebenfalls berücksichtigt würden, nicht nur Geschmack und Äusserlichkeiten.

(© M.B. Hermann, 6. Febr. 2017)

Fortschritt in der Wissenschaft und Technik verbessern nicht die Moral der Menschen.

(Jean-Jacques Rousseau, 1712-1778)

> zum Interview mit Jean-Luc Nancy

Nur die Liebe vermag den Wandel

Nur die Liebe vermag den Wandel
vom Dunkelsein zur Lichtwerdung zu vollbringen.
Die Liebe will immer Weihnachten feiern,
will anzünden und angezündet werden,
beschenken und behangen werden mit bunterlei Sternen.
Störe die Weihnacht nicht - über sie leuchtet
der Engel der Liebe ...
Trenne Liebende nicht -
über sie leuchtet der Stern der Weihnacht.
Es erlöschen so bald die Lichte der liebenden Herzen,
sie werden - wie vom Wehen - über Nacht ausgeblasen.
Die Liebe ist der holde Baum der Weihnacht;
er ist - in Wahrheit nicht käuflich noch umzupflanzen.
Er ist unser aller Liebesgut.
Immer neigt er seine strahlenden Zweige -
uns Liebe zu pflücken.
Sein leuchtendes Ebenbild zu werden,
möchte ich mir wohl wünschen,
immer wieder aufzuerstehen.

(Else Lasker-Schüler 1869-1945, deutsche Dichterin)

Homo semper tiro... Der Mensch ist immer ein Lernender, die Welt ist ein Versuch, und der Mensch hat ihm zu leuchten.

(© Ernst Bloch, 1885-1977)

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