Wunder über Wunder, das ganze Jahr über
reisst man sich Sterne aus dem Himmel,
es blüht und welkt im Schönen, im Ringen... .
Was alt schon war, kehrt nicht.

(© Monika Minder)

Gedanken-Blog

über menschen nachdenken, heisst über das leben nachdenken, über gut und böse...

Auf dieser Seite:

Sprüche:

Sich holen, was man braucht

Wir leben in einer angepassten Gesellschaft, aber auch in einer aggressiven. Was nicht erstaunt. Wie angepasster, wie mehr braucht es vom Gegenteil.

Die Menschen scheinen, oberflächlich gesehen, happy zu sein. Permanent lächeln sie in irgendwelche Kameras, geben sich mit einer Leichtigkeit der Geschwindigkeit hin und lassen sich A's für U's vormachen ohne mit der Wimper zu zucken.

Ist der Mensch endlich angekommen?

Womöglich am grössten Abgrund seiner Zeit, immer noch sagend: es geht uns doch gut, wir haben ja alles.

Vielleicht sollte man den Menschen einiges wegnehmen, damit sie sehend werden.

"Unsere Gesellschaft ist aufgebaut auf dem Prinzip, das Ziel des Lebens sei die grössere Produktion und die grössere Konsumption. Fortschritt von Wirtschaft und Technik. Nicht der Mensch! Was dem Menschen nützt, das interessiert wenig. Sogar nicht einmal, was dem Menschen schadet, spielt eine Rolle. Viele von unseren Anzeigen und Reklamen preisen Dinge an, die ausgesprochen tödlich, schädlich sind."

(Erich Fromm)

Ach Gottchen, was regen wir uns darüber auf, wir können ja doch nichts tun. Diese Energie kann man sich doch sparen. So resigniert es aus vielerlei Mündern.

Vielleicht müsste man ein bisschen schizophren sein, um dieser Welt noch Paroli bieten zu können.

So wie die Mutter der Kollegin einer Freundin meiner Schwägerin. Sie bezahlt ihre Ware im Supermarkt nur bei ausgewählten Kassiererinnen. Ausgewählt heisst freundlich und sympathisch. Eine Kassiererin, die sich Zeit nimmt für diese Mutter mit den etwas seltsamen Anliegen. Und es ist dieser Mutter egal, wenn sie eine Stunde warten muss bis genau diese Kassiererin da ist.

Wir hingegen lassen uns von kaugummikauenden, stets aufs Smartphone schauenden und gehässigten Kassiererinnen die Waren um die Nase knallen ohne mit der Wimper zu zucken.

Ach, da muss man doch nicht so empflindlich sein, sie hat womöglich einen schlechten Tag. Jeden Tag?

Und wie sieht es auf der Arbeit aus, in der Beziehung, im Training, im Stammlokal.... Wie oft wurden wir versetzt, nicht gehört, nicht ernst genommen, wie oft schikaniert, verletzt, gedemütigt....?

Wieviele Wunden wurden geschlagen, während wir weiter mitmachen und lächeln.

Wir können von dieser Mutter viel lernen. Sie schafft sich eine Situation, die ihr gut tut, auch wenn sie dafür warten muss. Wir können davon ausgehen, dass sie sich auch ausgewählte Sachen kauft, die ihr gut tun. Nicht, was ihr von der Werbung Glück und Liebe verspricht, sondern was sie selber in Erfahrung gebracht hat, was sie glücklich macht.

(© Monika Minder, 23. März 2017)

Was (wozu) ist der Mensch?

Wir denken, also sind wir, der Grundsatz des Philosophen Descartes scheint aktueller denn je. Und weil wir sind, denkend sind, sind wir mit unseren Handlungen eingebettet in das geistige Umfeld unserer Zeit, sagt Jean-Luc Nancy, ein französischer Philosoph.

Weiter meint er: "Man darf nicht mehr fragen: Was ist der Mensch?, sondern muss einfach feststellen: Ja, es gibt den Menschen."

Was uns plausibel erscheint. Wenn es also den Menschen gibt, können wir die Frage nach dem, was er ist, getrost fallen lassen. Denn eigentlich ist er ja noch nichts, sondern wird erst, wie Nietzsche meinte.

Und da gibt es in der Tat noch viel zu werden, eh zu tun. Denn, fragen wir nach Sinn und Zweck, müsste es heissen: Wozu ist der Mensch (da)?

Wir sehen, wozu er in der Lage ist, wozu er fähig ist. Ist er dafür auch gedacht? Oder gehört das einfach mit zum Werdeprozess? So einiges könnte man ja ruhig sein lassen und sich um Sinnvolleres kümmern.

Sicher sind wir uns einig, dass es nicht darum geht, Lastwagen oder Menschen in die Luft zu sprengen, die Natur ständig weiter zu vergewaltigen und in der Technik noch mehr zu erreichen und dabei menschlich zu verkrüppeln.

Wir sollten nicht alle Verantwortung an die Technik oder andere selbstgemachte Götter abgeben. Die Dosis wird das Gift machen.

Nehmen wir das Beispiel des selbstfahrenden Autos

Es könnte viele Unfälle verhindern, wir könnten uns während der Fahrtzeit bereits um Arbeit oder anderes kümmern....

Die Frage ist, ob wir uns immer um etwas kümmern müssen, den Kopf ständig in den digitalen Medien stecken müssen, ständig verbunden sein müssen...

Die Frage ist auch, wieviel Realität nehmen wir damit noch wahr. Sehen wir noch, was links und rechts passiert? Stumpfen wir nicht ab, wenn wir die Verantwortung für Auto und Fahrt nicht mehr selber übernehmen müssen? Wo doch gerade der Weg das Ziel sein kann.

Wir wissen, dass Kindern etwas verloren geht, wenn man sie zur Schule fährt und sie die kleinen und grossen Abenteuer auf dem Weg nicht mehr erfahren können.

Alternativen werden entscheiden

Schön wäre es, wenn es überall Alternativen geben würde, wie wir das seit jeher am Beispiel Lift-Treppe sehen können. Wir können wählen, je nach Stimmung, je nach Gesundheit... .Beides muss möglich sein.

Selber entscheiden, ob wir heute selber fahren oder gefahren werden möchten, ob wir die Fensterscheibe von Hand oder mechanisch rauf- und runterdrehen möchten, ob wir das Auto, die Haustüre ... selber mit dem Schlüssel aufschliessen oder per Knopfdruck aufgeschlossen haben wollen ...

Uns nicht überall zur Bequemlichkeit hin erziehen lassen. Alltägliche Bewegungen sind besser als kein Sport.

Zudem gibt es Menschen, die sich unsicher fühlen, wenn es überall piepst und klickt. Gerade in einem Auto kann ein sensibler Mensch sich schnell eingeschlossen fühlen.

Bei Produktionen und Herstellungen jeglicher Art wäre es wünschenswert, wenn die Veranlagungen der Menschen ebenfalls berücksichtigt würden, nicht nur Geschmack und Äusserlichkeiten.

(© M.B. Hermann, 6. Febr. 2017)

Fortschritt in der Wissenschaft und Technik verbessern nicht die Moral der Menschen.

(Jean-Jacques Rousseau, 1712-1778)

> zum Interview mit Jean-Luc Nancy

Neue Vorsätze braucht der Mensch

Wie wäre es, wenn wir uns statt so banaler Vorsätze wie gesünder essen, abnehmen, mehr Sport treiben etc., vornehmen würden, gesünder zu kommunizieren, weniger lügen und betrügen, mehr Echtsein ... .

> ganzer Artikel lesen

Nur die Liebe vermag den Wandel

Nur die Liebe vermag den Wandel
vom Dunkelsein zur Lichtwerdung zu vollbringen.
Die Liebe will immer Weihnachten feiern,
will anzünden und angezündet werden,
beschenken und behangen werden mit bunterlei Sternen.
Störe die Weihnacht nicht - über sie leuchtet
der Engel der Liebe ...
Trenne Liebende nicht -
über sie leuchtet der Stern der Weihnacht.
Es erlöschen so bald die Lichte der liebenden Herzen,
sie werden - wie vom Wehen - über Nacht ausgeblasen.
Die Liebe ist der holde Baum der Weihnacht;
er ist - in Wahrheit nicht käuflich noch umzupflanzen.
Er ist unser aller Liebesgut.
Immer neigt er seine strahlenden Zweige -
uns Liebe zu pflücken.
Sein leuchtendes Ebenbild zu werden,
möchte ich mir wohl wünschen,
immer wieder aufzuerstehen.

(Else Lasker-Schüler 1869-1945, deutsche Dichterin)

Homo semper tiro... Der Mensch ist immer ein Lernender, die Welt ist ein Versuch, und der Mensch hat ihm zu leuchten.

(© Ernst Bloch, 1885-1977)

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