Mensch werden heisst sozial werden.

(© Monika Minder)

was (wozu) ist der Mensch

was könnte er sein, was soll er sein oder werden...

gedanken, aphorismen, sprüche

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Sprüche:

Wir denken, also sind wir...

... der Grundsatz des Philosophen Descartes scheint aktueller denn je. Und weil wir sind, denkend sind, sind wir mit unseren Handlungen eingebettet in das geistige Umfeld unserer Zeit, sagt Jean-Luc Nancy, ein französischer Philosoph.

Weiter meint er: "Man darf nicht mehr fragen: Was ist der Mensch?, sondern muss einfach feststellen: Ja, es gibt den Menschen."

Was uns plausibel erscheint. Wenn es also den Menschen gibt, können wir die Frage nach dem, was er ist, getrost fallen lassen. Denn eigentlich ist er ja noch nichts, sondern wird erst, wie Nietzsche meinte.

Und da gibt es in der Tat noch viel zu werden, eh zu tun. Denn, fragen wir nach Sinn und Zweck, müsste es heissen: Wozu ist der Mensch (da)?

Wir sehen, wozu er in der Lage ist, wozu er fähig ist. Ist er dafür auch gedacht? Oder gehört das einfach mit zum Werdeprozess? So einiges könnte man ja ruhig sein lassen und sich um Sinnvolleres kümmern.

Sicher sind wir uns einig, dass es nicht darum geht, Lastwagen oder Menschen in die Luft zu sprengen, die Natur ständig weiter zu vergewaltigen und in der Technik noch mehr zu erreichen und dabei menschlich zu verkrüppeln.

Wir sollten nicht alle Verantwortung an die Technik oder andere selbstgemachte Götter abgeben. Die Dosis wird das Gift machen.

Nehmen wir das Beispiel des selbstfahrenden Autos

Es könnte viele Unfälle verhindern, wir könnten uns während der Fahrtzeit bereits um Arbeit oder anderes kümmern....

Die Frage ist, ob wir uns immer um etwas kümmern müssen, den Kopf ständig in den digitalen Medien stecken und ständig verbunden sein müssen...

Die Frage ist auch, wieviel Realität nehmen wir damit noch wahr. Sehen wir noch, was links und rechts passiert? Stumpfen wir nicht ab, wenn wir die Verantwortung für Auto und Fahrt nicht mehr selber übernehmen müssen? Wo doch gerade der Weg das Ziel sein kann.

Wir wissen, dass Kindern etwas verloren geht, wenn man sie zur Schule fährt und sie die kleinen und grossen Abenteuer auf dem Weg nicht mehr erfahren können.

Alternativen werden entscheiden

Schön wäre es, wenn es überall Alternativen geben würde, wie wir das seit jeher am Beispiel Lift-Treppe sehen können. Wir können wählen, je nach Stimmung, je nach Gesundheit... .Beides muss möglich sein.

Selber entscheiden, ob wir heute selber fahren oder gefahren werden möchten, ob wir die Fensterscheibe von Hand oder mechanisch rauf- und runterdrehen möchten, ob wir das Auto, die Haustüre ... selber mit dem Schlüssel aufschliessen oder per Knopfdruck aufgeschlossen haben wollen ...

Uns nicht überall zur Bequemlichkeit hin erziehen lassen. Alltägliche Bewegungen sind besser als kein Sport.

Zudem gibt es Menschen, die sich unsicher fühlen, wenn es überall piepst und klickt. Gerade in einem Auto kann ein sensibler Mensch sich schnell eingeschlossen fühlen.

Bei Produktionen und Herstellungen jeglicher Art wäre es wünschenswert, wenn die Veranlagungen der Menschen ebenfalls berücksichtigt würden, nicht nur Geschmack und Äusserlichkeiten.

Und nehmen wir nochmals das Beispiel mit dem selbstfahrenden Auto, wie war das noch, als wir fahren lernten. Steuern und schalten hat doch am meisten Spass gemacht. Und das soll uns jetzt auch noch genommen werden.

Der "Werdeprozess" des Menschen sollte nicht passiv sein. Man muss sich nicht alles gefallen lassen. Es gibt Gründe genug sich einzumischen, mitzureden, und mitzumachen, um verändern zu helfen. Werden ist kein abgekapseltes Geschehen lassen, es ist etwas zutiefst Gemeinschaftliches.

(© M.B. Hermann, 6. Febr. 2017)

Fortschritt in der Wissenschaft und Technik verbessern nicht die Moral der Menschen.

(Jean-Jacques Rousseau, 1712-1778)

> zum Interview mit Jean-Luc Nancy

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